Tag 2- “Entdecke Deinen Dranbleibfaktor”

Gerade hatte ich noch gedacht: “So diese Grippewelle hat wohl ohne Dich stattgefunden, Ines.”;
Da rächte sich dies natürlich promt. Sie raffte mich dahin und deshalb musste dieser Beitrag doch recht lange warten.
Nu aber:
Am 2. Tag der Herzenswege-Woche sollte es darum gehen, den eigenen Dranbleibfaktor aufzudecken.
Doch wie kam es eigentlich zu diesem Workshop?
Wie so oft in meinem Leben war es ein Zu-Fall. Und durch diesen sind Tina Meier und ich uns zu-gefallen.
Tina Morgenstern vom BCH war der Meinung, dass Tina und ich uns in Bezug auf Marrakech vernetzen sollten.
Im Oktober haben wir uns also relativ kurzfristig in HH getroffen und wollten eigentlich über unsere Marrakech-Ambitionen sprechen.
Das taten wir auch die ersten Minuten aber nach kurzer Zeit waren wir beim Herzenswege-Projekt gelandet.
Tina berichtete von ihren Storytelling-Workshops und schnell war klar: Das passt!!
Im November fand dann das Vor-Treffen der Workshopleiterinnen statt und spätestens da war klar:
Das passt so was von!!!
Tina war so nett, auch Tanja ins Boot zu holen, mit der sie diese Workshops im Normalfall leitet.
Hut ab, Tanja, Du bist extra aus Berlin angereist, um den Teilnehmerinnen diesen tollen Workshop zukommen zu lassen.
Und auch hier: Die Chemie stimmte auf Anhieb, vom ersten Telefonat und auch weiterhin lief alles wie`s Brezelbacken.
Ihr beide habt Euch dann schon im Vorwege intensiv mit Antje ausgetauscht und so war die Gruppe schon supergut eingestimmt auf das, was nun kommen sollte:
Durch das Visual-Storytelling bekamen alle Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre eigenen (also gerade nicht von außen kommenden) Erfolgsfaktoren aufzudecken.
Rein praktisch lief diese Arbeit so ab, dass sich Zweier-Teams gebildet haben. Jede des Teams war einmal Erzählende und einmal Interviewerin.
Der Auftrag war, dass jede Frau eine “Heldengeschichte” von sich erzählen sollte:
Welche Geschichte fällt mir ein, die in meinem Leben ein voller Erfolg war?
Bei der einen Teilnehmerin war es die Heilungsgeschichte ihrer Krebserkrankung, bei der anderen war es die Umsetzung eines lange gehegten Herzenswunsches, ganz unterschiedlich.
Danach wurde dann jede Erfolgsgeschichte in eine Bildergeschichte übersetzt (Respekt vor allen diesen tollen Zeichnungen, nachdem bestimmt jede gedacht hat: “Was ich soll zeichnen, das kann ich im Leben nicht!”).
Unter Bezugnahme auf diese Bildergeschichte hat dann die jeweilige Interviewerin die Erfolgsgeschichte der anderen Frau mit eigenen Worten beschrieben.
Der Effekt?
Fast ohne Worte: diese Erfolgsgeschichte aus dem Mund einer anderen zu hören, machte so viel.
Gerade weil wir Frauen ja dazu neigen unsere Leistungen herunterzuspielen, frei nach dem Motto: “Bescheidenheit ist eine Zier”.
Wie das so ist mit den alten Glaubenssätzen.
Ein weiterer Effekt: Gemeinsam wurden dann am Beispiel dieser persönlichen Erfolgsgeschichte die Faktoren einer jeden Frau ausgearbeitet, die zu diesem Erfolg geführt haben. Welche Stärken habe ich schon? Wie wirken diese ganz von Selbst, ich brauche nichts mehr von außen.Für einige schien es das erste Mal zu sein, dass Ihnen so viel Aufmerksamkeit zu Teil wurde, für das was SIE zu erzählen hatten.
Noch`n Effekt: Allen stand die Erkenntnis deutlich ins Gesicht geschrieben, auch die Überraschung über die Erkenntnis.
Jede Teilnehmerin erhielt eine ganz eigene Tool-Box: Ich habe doch schon alles, ich muss es nur noch einsetzen.
Das macht die Hürde für jede einzelne so klein.
Es ist eben gerade nicht so, dass ich auf andere schaue und denke: “Oh nein, die konnte das, aber ich schaffe das nie!”.
Ja, jede hatte schon ihren eigenen Erfolg und ich brauche mich nur zu erinnern und es wieder zu machen.
Geschaut wurde auch, welche allgemeingültigen Erfolgsfaktoren gibt es?
Das kann sein: Mentor suchen, mutig sein, die Komfortzone zu verlassen, Gefährten suchen, nein sagen…..

Der Eindruck von Tina und Tanja war, dass alle Teilnehmerinnen positiv engagiert waren, sich so toll öffnen könnten, trotzdem (oder gerade wegen?) der schweren Erkrankung.
Es war ja das erste Mal, dass Tina und Tanja diesen Workshop in dem besonderen Umfeld gegeben haben. Es ist toll zu hören, dass es keinen Unterschied gemacht hat, dass alle krebsbetroffen waren. Schließlich haben alle Menschen ihr Päckchen zu tragen, auch wenn natürlich die gemeinsame Erkrankungsgeschichte schon eine besondere Gruppenenergie und auch ein besonderes Vertrauen und Verständnis entstehen lässt.
Aus der Wahrnehmung der beiden Leiterinnen war die Gruppe wertschätzend und offen. Es war ein tolles Miteinander und alle waren gleichzeitig fördernd aber auch fordernd.
Ich für meinen Teil bin einmal mehr einfach nur dankbar für die Zu-Fälle meines Lebens.
Ihr beide Tina und Tanja wart sowas von bereichernd für diese Woche, das ist nicht nur mein Empfinden, das weiß ich von den zahlreichen wertschätzenden Rückmeldungen der Gruppe, es war der Hammer.
Und was noch der Hammer ist: Am 29.03. kommen die Damen in den Genuss des 2.Teils Eures Workshop, wo es darum gehen wird,
die erarbeiteten Erfolgsfaktoren auf ein zukünftiges Projekt zu übertragen und die notwendigen Schritte zu erarbeiten.
Wie sollte es anders sein: Es haben sich alle angemeldet!!
Und gut für uns anderen Leiterinnen: Wir sehen uns auch alle wieder!
Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!!

Alles ist gut!

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